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Verpflegung und Getränke

Verpflegung:

[Zu diesem Thema gibt es auch ein Video von mir - bitte hier klicken zum Anschauen]

Bei kurzen und nicht allzu schwierigen Wanderungen sollte die Verpflegung kein Problem sein, ein Picknick im Grünen bringt schließlich auch jeder hin 😄 . Je weiter und anspruchsvoller die Touren werden, desto "effizienter" muss die Verpflegung jedoch sein. Meine Kriterien sind:
◼️ viel Energie
◼️ gute Haltbarkeit / unempfindlich gegen Hitze oder Druck
◼️ möglichst geringes Gewicht
◼️ möglichst geringes Packmaß.

Man könnte auch "Kalorienbomben" dazu sagen, das trifft es ziemlich gut 😄 . Dabei ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich nicht vegan ernährt, weil dadurch die Auswahl deutlich eingeschränkt wird.

Für mich hat sich folgendes bewährt:
◼️ Nuss- oder Frucht-Nuss-Mischungen (z.B. Studentenfutter)
◼️ Diverse Müsliriegel ohne Schokolade oder Joghurt (würde bei Hitze ansonsten schmelzen!)
◼️ Schoko-Cookies - die Schokolade darin schmilzt erst bei extrem hohen Temperaturen
◼️ Getrocknete Datteln - haltbar, süß und lecker, energiereich, leider auch ziemlich klebrig
◼️ Hartwurst oder Mini-Salami und dazu eingeschweißte Vollkornbrotscheiben
◼️ Getrocknete Bananenchips: Haltbar, leicht, energiereich und lecker!
◼️ "Panzerplatten"-Kekse / Trekking-Kekse (ähnlich wie Butterkekse)
◼️ Traubenzucker
◼️ Evtl. etwas Obst, das aufgrund der begrenzten Haltbarkeit schnell aufgebraucht werden sollte
◼️ spezielle Survival-Notnahrung, BP-WR, NRG 5, F-100 Kompri, usw. So schlecht ist das Zeugs gar nicht, eine Mischung von NRG 5 und F-100 Kompri mit etwas Wasser (am besten aufgewärmt), schmeckt ähnlich wie Griesbrei.
◼️ Wer einen Kocher dabei hat: Kartoffelpüreepulver, Reis mit Suppenbrühwürfel, Nudeln mit irgendeiner Sauce, Hafer für Porridge, etc.

⚠️ Ihr habt vielleicht bemerkt, dass es sich bei der genannten Verpflegung um relativ viel Süßkram handelt. Allzuviel Gesundes ist auch nicht dabei 😄 . Tatsächlich ist es so, dass ich herzhafte Speisen während einer anstrengenden Tour kaum hinunterbringe und es mir auch reichlich egal ist, wie gesund es ist. Es kommt einzig und allein darauf an, mir für die begrenzte Zeit der Tour genug Energie zuzuführen, gesund leben kann ich dann wieder daheim. Außerdem bin ich oft viel zu kaputt, um mir auch nur die winzigste Kleinigkeit zuzubereiten. Selbst das Schneiden einer Hartwurst oder gar das Öffnen einer Verpackung wird mir manchmal schon zuviel! Ich weiß, das klingt völlig absurd, aber wenn ihr wie ich bis an eure Grenzen geht, dann wird es euch möglicherweise genauso gehen. Insofern hat die schnelle Verfügbarkeit der Verpflegung bei mir einen sehr hohen Stellenwert. Mir ist es zudem wichtig, dass ich bei Bedarf einen Teil meiner Verpflegung unkompliziert während des Gehens zu mir nehmen kann - so bleibe ich im "Flow" und muss wenig Pausen machen, was angesichts meines oft vollgepackten Tagesprogramms auch gar nicht möglich ist.


Getränke:

◼️ Wenn ich während einer Tour voraussichtlich problemlos an den Rucksack komme, nehme ich mir i.d.R. normale PET-Trinkflaschen mit. Das kann einfach nur Wasser sein, ISO-Getränke oder durchaus auch Cola light (ich bin ein Cola-Junkie, ich gebe es zu).
◼️ Wenn ich nur schwer an den Rucksack komme (Klettertouren), verwende ich in der Regel lieber ein Trinksystem (Trinkblase mit Schlauch). Die Trinkblase fülle ich meistens mit reinem Wasser, manchmal gebe ich auch noch etwas ISO-Pulver hinein oder nehme stattdessen zusätzlich eine kleine 0,5 Liter PET-Flasche ISO mit.
⚠️ Warum ISO? Hauptsächlich als guter Durstlöscher und wegen dem i.d.R. vorhandenen Zuckeranteil. Dadurch gerät man bei einer schweren Tour nicht so leicht in den Unterzucker und kann ggfs. auch den nächsten Snack/Mahlzeit noch etwas hinauszögern. Denn Anstrengung bei Unterzucker oder knurrendem Magen kommt überhaupt nicht gut, von der Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs abgesehen vermindert sich dadurch die Motivation/Leistung spürbar.

◼️ Vorteile Trinksystem:
- Leichte und schnelle Verfügbarkeit, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen
- Optimierter Platzbedarf durch die flache Form der Trinkblase
- Platzbedarf nimmt bei Entleerung ab
◼️ Nachteile Trinksystem:
- Mehrarbeit gegenüber Flaschen: Befüllung, bzw. anschließende Reinigung
- Durch den Schlauch und das Mundstück ist die Durchflussmenge begrenzt, was die Flüssigkeitsaufnahme hemmt (Widerstand beim Saugen!)
- Füllstand nicht sichtbar - es sei denn, man nimmt den Rucksack ab und zieht die Trinkblase heraus. Für mich ein sehr großer Nachteil, weil man durch das Saugen am Schlauch nur sehr schwer einschätzen kann, wieviel man bereits getrunken hat. Außerdem verführt die ständige Verfügbarkeit zu übermäßig häufigem Trinken. Folge: Evtl. zu schneller Verbrauch.
- Nachfüllen unterwegs ist umständlicher als bei Flaschen
- Wasserfilter kann nicht direkt angeschlossen werden (bei PET-Flaschen geht das, z.B. mit dem Sawyer PointOne Mini!)

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