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FAQ 2 (Moral / Kritik)

Wie bei meinen Aktionen nicht anders zu erwarten, gibt es natürlich dazu oft kritische Stimmen. Einige davon kehren regelmäßig wieder, deswegen möchte ich näher darauf eingehen:
B-1) Warum sicherst du dich beim Klettern manchmal nicht (ausreichend)? Du hast doch eine "Vorbildfunktion"!
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Free solo Kletterei
Ich setze so viel Sicherungsmittel ein, wie es für mich persönlich notwendig oder sinnvoll ist. Wenn ich dabei auf Sicherungsmaßnahmen verzichte, geschieht dies stets mit voller Absicht und mit dem Wissen über mögliche Konsequenzen. Meine Vorgehensweise empfehle ich jedoch ausdrücklich NICHT!

Der ewige Disput:
Es gibt zwei Lager: Risikobewusste Menschen, die ihre Fähigkeiten kennen und mit dem verbleibenden Restrisiko leben können - und sicherheitsbewusste Menschen (was speziell bei den Deutschen mit ihrer Vollkasko-Mentalität zutrifft), die jedes Risiko ausschalten wollen. Es gibt hier meiner Meinung nach kein richtig oder falsch, vielmehr ist Mündigkeit und Selbstverantwortung gefragt, jeder muss für sich selbst entscheiden, wie weit er gehen kann und will.

Zum Thema Nachahmer:
Wer blind alles nachmacht, was Andere vormachen, ohne es zu hinterfragen, macht etwas grundlegend falsch! Es spielt dabei auch gar keine Rolle, wie derjenige es aufgegriffen hat, ob dies nun über ein Video geschah, über Bücher, Erzählungen oder Beobachtungen. Beispiel: Nur weil jemand vor mir über eine rote Ampel fährt, muss ich das noch lange nicht nachmachen! Das leuchtet jedem sofort ein, doch seltsamerweise werden in anderen Bereichen manchmal andere Maßstäbe angelegt.

Fazit:
Das wichtigste Gut, das wir besitzen, ist wohl ohne Zweifel die Freiheit, und damit auch die Freiheit, den Bergsport so auszuüben, wie man es selbst möchte - solange man dabei nicht direkt andere Menschen gefährdet (z.B. indem man absichtlich Steinschlag auslöst). Ich werde niemandem empfehlen, es mir gleich zu tun, im Gegenteil. Meine persönliche Freiheit lasse ich mir jedoch nicht nehmen. Dafür bitte ich um Verständnis, zumal ich gar nicht danach strebe, in allen meinen Handlungen ein gutes Vorbild zu sein.

B-2) Du willst doch nur posen / angeben - und ähnliche Formulierungen
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Posing?

Gelegentlich lese ich Kommentare wie "Du bist ein Poser / Angeber / Selbstdarsteller", "du bist großkotzig", "du musst wohl deine Männlichkeit beweisen", etc. etc. etc. Für alle Formulierungen dieser Art verwende ich nachfolgend zur Vereinfachung den Begriff "Poser".

Meine Antwort zu derartigen Kommentaren lautet: Wenn "Posing" bedeutet, dass ich stolz darauf bin, in meinem Alter (Jahrgang 1970) noch ziemlich fit zu sein, ja, dann bin ich ein Poser! Und, um das klarzustellen: Was ich mache, mache ich einzig und allein deswegen, weil ich Bock darauf habe! Was andere hineininterpretieren (könnten), ist mir völlig Latte - das ist einer der Vorteile meines Alters, ich mache mir schon lange keinen Kopf mehr wegen solcher Kinkerlitzchen. Das klingt arrogant? Dann bitte zurück zu: "Was andere hineininterpretieren [...]"
:-D

B-3) Du hast/verbreitest nur "gefährliches Halbwissen" (oder ähnliche nette Formulierungen)!
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So geht man doch keinen Klettersteig!


Aufgrund meiner Videos wird mir immer wieder unterstellt, ich hätte keine Ahnung oder würde etwas völlig falsch machen. Dazu möchte ich folgendes anmerken:

Diese Vorwürfe stammen von Personen, die mich - außer von den Videos - nicht im geringsten kennen, schon gar nicht persönlich. Videos sind jedoch nur Ausschnitte von Begebenheiten, und auch nur solche Ausschnitte, die ich persönlich ausgesucht habe. Sie zeigen in keinem Fall die komplette Realität! Zudem hängt viel von der persönlichen Präsentation ab, speziell bei meinen alten Videos merkt man, dass es gar nicht so leicht ist, in die Kamera zu sprechen. Kann man daraus eine Person seriös beurteilen?

Mein Kanal ist zum größten Teil "Unterhaltung", das sieht man auch eindeutig an der von mir gewählten YouTube-Videokategorie "Entertainment". Wie beim TV bedeutet das, dass es sich nicht immer um die volle Wahrheit handelt und manche Szenen gestellt, bzw. nachgestellt sind (das geht manchmal auch gar nicht anders!) oder aus dramaturgischen Gründen in einer bestimmten Art und Weise gefilmt wurden. Es ist zum Teil also auch Fiktion, wenn man so will. Wer aus Fiktion aber Rückschlüsse auf mein Wissen zieht, steht auf sehr dünnem Eis.

Achja: Auch wenn manches in meinen Videos Fiktion ist, heißt das noch lange nicht, dass alles erstunken und erlogen ist und man daraus gar nichts lernen könnte!

B-4) Wegen unwissenden/leichtsinnigen Leuten wie dir muss die Bergwacht ständig/unnötigerweise ausrücken!
Mehr lesen... Also eines mal vorneweg: Bevor ich die Bergwacht rufe (habe ich noch nie), muss es schon verdammt schlimm kommen! Das sind dann Gründe, die auch jedem anderen Bergsteiger passieren können, auch dem versiertesten! Beispiel: Wenn eine Gams über mir einen großen Stein lostritt und der mir genau auf dem (behelmten) Kopf landet, dann kann daraus eine Situation entstehen, in der die Bergwacht gefragt ist. Genau dafür ist diese Organisation aber auch glücklicherweise da!

Nur weil man es in meinen Video evtl. nicht sieht, heißt das noch lange nicht, dass ich eine Tour ohne entsprechende Vorbereitung und/oder Ausrüstung starte. In den allermeisten Fällen bin ich z.B. für Notabseilen und eine Notübernachtung ausgerüstet. Handy, Armbanduhr mit Höhenmesser, GPS, Kompass, Karten, Powerbank, Taschenlampe, Taschenmesser, Schnur, und Feuerstahl sind sowieso immer an Bord, dazu noch eine ordentliche Portion Survivalwissen. Damit überstehe ich Situationen, in denen andere längst um Hilfe rufen.

Unabhängig davon zeigt die Statistik, dass die Bergwacht für Bergsteiger oder Kletterer vergleichsweise nur sehr selten ausrücken muss:



Desweiteren empfehle ich, diesen Kommentar von der Bergwacht zu lesen!

B-5) "Du antwortest nur den Leuten, die dir sagen, wie geil und toll du bist. Konstruktive Kritik oder Fragen werden gekonnt ignoriert."
Mehr lesen... Diese Kritik habe ich tatsächlich schon so erhalten. Der Grund war, dass ich 19 Stunden nach einem Community-Beitrag eines Zuschauers noch nicht dazu gekommen war, diesen zu beantworten. Sorry, aber ich habe neben YouTube auch noch ein Berufs- und Privatleben, und das hat Priorität - YouTube muss dann leider warten :-( . Das gleiche gilt, wenn ich auf Reisen bin - schon allein technisch bedingt kann ich dann nicht immer sofort antworten. Ich hole das aber stets baldmöglichst nach.

In diesem Fall habe ich den Beitrag schlichtweg nicht gesehen, weil ich von YouTube nicht über Community-Beiträge benachrichtigt werde (im Gegensatz zu Kommentaren zu Videos, da geht das). Das lässt sich auch nicht einstellen, d.h. ich muss dazu jedes Mal ALLE Community-Beiträge manuell aufklappen und lesen, um zu sehen, ob es neue Beiträge gibt. Dass ich das nicht ständig machen kann, dürfte jedem einleuchten.

Nun zur eigentlichen Kritik, dass ich Kritik oder Fragen ignorieren würde. Die Antwort dazu teilt sich auf in a.) Kritik und b.) Fragen.

- zu a.) Sachliche Kritik, insbesondere wenn sie konstruktiv ist, wird von mir ernst genommen und i.d.R. auch beantwortet. Was nicht heißt, dass ich mich stets dieser Kritik/Meinung anschließe. Leider werden bei kritischen Kommentaren die Spielregeln oft massiv verletzt und es kommen direkte oder indirekte Beleidigungen hinzu. Derartige Kommentare werden vom Spamfilter blockiert, von mir ignoriert oder sofort gelöscht. Da gibt es kein Pardon.

- zu b.) Das ist völlig haltlos - man muss nur die Kommentare zu meinen Videos lesen, dann sieht man sofort, dass ich wirklich jede Frage beantworte - es sei denn, ich habe sie übersehen, was bei mittlerweile mehr als 10.000 Abonnenten und entsprechend vielen Kommentaren natürlich gelegentlich vorkommen kann. Wenn ich mir einen Manager leisten kann, wird das sicher besser ;-))) .

B-6) Warum verwendest du bei Klettersteigen die künstlichen Hilfsmittel (Stahlseil, Trittstifte, etc.) und gehst nicht am Fels?
Mehr lesen... Es macht mir grundsätzlich mehr Spaß, am Fels zu klettern als an künstlichen Hilfsmitteln. Es gibt dabei allerdings folgende Probleme:

1. Klettern ohne Hilfsmittel ist zwar oft schöner, dauert aber auch länger, schon allein, weil man vorsichtiger sein muss. In der Regel ist man am Klettersteig allerdings nicht allein, früher oder später wird man also zum Bremsklotz für die Nachfolgenden, die in der Regel alle Hilfsmittel nutzen. Je nach Gelände und Frequentierung kann man die Nachfolgenden auch nicht überholen lassen, bzw. es bringt nichts, weil sofort ein anderer nachkommt. In solchen Fällen nehme ich alle Hilfsmittel in Anspruch, um schneller zu sein und niemanden zu behindern.

2. Klettern am Fels dauert nicht nur länger, sondern ist in den meisten Fällen auch kräftezehrender. Da bei meinen Touren nicht unbedingt der Klettersteig selbst (bzw. ein einziger) das Ziel ist, sondern eine viel längere Route, nehme ich Hilfsmittel in Anspruch, um das höhere Ziel besser erreichen zu können.

3. Wenn ich ein Video mache, achte ich darauf, was ich filme - soweit es mir möglich ist. Teilweise muss ich dazu absichtlich "etwas seltsam" klettern, um die Kamera in die richtige Richtung zeigen zu lassen (sie ist bei mir meistens fest am Rucksackriemen montiert). Diese "Verrenkungen" benötigen viel Kraft und Zeit, manchmal habe ich beim Klettern sogar die Kamera in einer Hand, sodass ich dann mehr oder weniger zwangsläufig auf die Hilfsmittel zurückgreifen muss.

4. Viele Klettersteige gehe ich ungesichert. Zumindest in den sehr schweren Passagen ist dann für mich aus Sicherheitsgründen mindestens eine Hand am Stahlseil obligatorisch.

5. Manche Klettersteige, bzw. manche Passagen sind ohne Hilfsmittel einfach nicht machbar. Der Karolaklettersteig in Weinheim (siehe dieses Video) ist z.B. am Fels nicht zu schaffen, für niemanden auf dieser Welt.

6. Der allerwichtigste Punkt: Beim Sportklettern gehören Stürze dazu und gehen in der Regel gut aus, weil man sich von der Wand abstoßen kann und dann ins Leere stürzt (beim Überhang sowieso). Ein Sturz am Klettersteig ist allerdings unter allen Umständen zu vermeiden, denn hier schrammt man aufgrund der kurzen Sicherung an der Wand entlang und/oder knallt auf einen Felsen, was zwangsläufig zu Verletzungen führt. Und selbst man man Glück hat, ist anschließend das Klettersteig-Set unbrauchbar, weil der Falldämpfer aufgerissen ist und keine Wirkung mehr hat. Ein weiterer Sturz endet daher mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich! Nur zur Info: Bereits ein ungebremster Sturz von nur 40cm (!!!) in den Klettergurt endet mit schwersten Verletzungen oder sogar tödlich.

Aus den vorgenannten Gründen mache ich an Klettersteigen daher oft einen Kompromiss: Eine Hand am Seil, die andere am Fels und die Tritte je nach Gusto.

B-7) Deine 360 Grad Cam, bzw. dein Ultraweitwinkel gefällt mir nicht, o.ä. Formulierungen
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360 Grad Cam

* Was ist das überhaupt für eine Kamera?
Das Ultraweitwinkel ist eigentlich eine 360 Grad Cam, die ein kreisrundes Fisheye-Bild liefert. Da ich das niemandem zumuten möchte, habe ich viele Wochen Zeit und Energie investiert und eine eigene Software geschrieben, die das Bild entzerrt und in etwa quadratisch macht. In der Mitte ist das Bild (nur bei Nahaufnahmen) leider noch etwas bauchig, besser bekomme ich es allerdings beim besten Willen nicht hin.

Links: Originalvideo / Rechts: Video nach Bearbeitung mit meiner Software. Die Entzerrung sieht man am Fels rechts oben und links unten sehr gut.
* Warum keine normale Action Cam (GoPro oder andere Marken/Modell)?
Eine normale Action Cam hat in der Vertikalen einen Bildwinkel von nur ca. 90 Grad, das reicht beim Klettern maximal von den Füßen bis zur Hüfte, oder von der Hüfte bis zum Kopf. Um das Video interessant zu machen, müsste ich die Kamera also ständig abwechselnd nach oben oder unten einstellen - und das während des Kletterns! Bei besonders interessanten (=schwierigen!) Stellen wäre ich dadurch sogar "gezwungen", einmal hinauf und dann wieder herunter zu klettern, um beim zweiten Aufstieg mit einem anderen Kamerawinkel zu filmen. Das ist nicht nur unnötig gefährlich, sondern auch kraft- und vor allem zeitraubend.
Doch beim Klettern in höheren Schwierigkeitsgraden wäre selbst diese Mühe umsonst, denn dabei befindet man sich oftmals sehr nahe an der Felswand. Die Kamera würde vom Bildwinkel dann vielleicht noch die Ameise vor der Linse erfassen, aber mehr nicht. Es reicht einfach nicht.

* Nimm doch eine Helmkamera!
Das wäre zwar eine mögliche Lösung, weil man mit einer Kopfbewegung jederzeit die gewünschte Blickrichtung steuern kann. Der Haken ist nur, dass man beim Klettern ständig hin- und herschaut, weil man ja wechselweise nach guten Griffen und Tritten sucht. Dadurch wird das Video extreeeeeeeem unruhig und saust dauernd von einer in die andere Ecke, das ist nicht zu vermeiden. So ein hektisches Zappelvideo kann man sich allerdings nicht anschauen! Fällt für mich daher aus!
Unabhängig davon passiert es zumindest mir, dass ich beim Klettern öfter mal an Felsvorsprünge stoße. Mit einem "Anbau" am Helm, also der Kamera, würde das dann noch viel öfter passieren. Es würde vermutlich nicht lange dauern, bis die Halterung abbricht oder die Kamera Schrott wäre. Das macht keinen Sinn für mich.

* Lieber mit zwei Action Cams arbeiten?
Zwei Action Cams (z.B. eine fest nach oben, eine fest nach unten ausrichten) ist mir definitiv zu viel Aufwand. Immerhin müsste ich diese zwei Cams während des Kletterns gleichzeitig bedienen und überwachen (laufen beide? Ausrichtung ok? Akku leer? Speicherkarte voll?). Außerdem stören die Dinger teilweise beim Klettern. Und selbst wenn ich es so machen würde: Wenn ich seitwärts klettern muss, reicht der horizontale Bildwinkel auch oft nicht mehr. Fazit: Taugt ebenfalls nicht und lenkt zu sehr ab (=gefährlich)!

* Fazit:
Bei Klettertouren ist die 360 Grad Cam die beste Lösung, auch wenn es Nachteile mit sich bringt. Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es jedoch nicht! Mit der Zeit gewöhnt man sich auch daran, das kann ich aus Erfahrung sagen.

B-8) "Urbexer-Regeln", "Urbexer Codex" (Lost places)
Mehr lesen... Einleitung: Für Lost places interessieren sich sehr viele Menschen, sodass sich sogar eine Community (im folgenden "Urbexer" genannt) gebildet hat. Diese hat u.a. Regeln aufgestellt, wie man sich bei Lost places zu verhalten hat. Manche davon machen meines Ermessens nach durchaus Sinn, andere nicht. Zwei wichtige Punkte möchte ich aufgreifen:

1. "Leave nothing but footprints": Nichts verändern / zerstören / mitnehmen / keinen Müll abladen - nur anschauen!

Meine Meinung: Dem kann ich nur zustimmen!
Problem: Leider nützt diese Regel nicht viel. Die Urbexer mögen sich daran halten, schließlich wertschätzen sie diese Orte und würden sie daher auch niemals zerstören. Doch jeden Tag stehen mehr als genug Idioten auf, die es cool finden, alles mögliche zu demolieren.


2. Geheimhaltung der Orte

In der Regel werden die Positionen der Lost places selbst innerhalb der Community nicht preisgegeben (oder nur getauscht), und schon gar nicht an Außenstehende. Grund ist die angebliche Vermeidung von Vandalismus. Wer gegen diese Regel verstößt, wird geradezu geächtet.

Meine Meinung: Völliger Oberschwachsinn - diese Regel dient nur dazu, einen Konkurrenzkampf zu entfachen, nach dem Motto: "Ich habe die meisten, bzw. den größten, besten, dicksten *****!" Vandalismus wird dadurch jedenfalls in keiner Weise vermieden.

Begründung:

- Stellen wir uns zunächst die Frage, wer an solche Orte kommt. Selbst ohne Geheimhaltung der Urbexer ist es nicht ganz einfach, solche Locations ausfindig zu machen, weil sie eben "lost" sind, also vergessen. Das Aufspüren solcher Lost places ist daher immer mit einer gewissen Mühe/Recherche verbunden. Gibt man sich wirklich diese Mühe, nur um dieses Objekt dann zu zerstören? Insbesondere, wenn man noch weit fahren muss, um dorthin zu kommen? Nein, denn wer sich diese Mühe gibt, weiß den Wert in aller Regel zu schätzen! Eine Geheimhaltung vor solchen Personen ist also völlig unnötig. Wer aber sucht solche Plätze ebenfalls auf? Ganz einfach: Ortsansässige/Ortskundige! Und bei denen nützt jegliche Geheimhaltung absolut rein gar nichts. Und wie nicht anders zu erwarten, gibt es bei den Ortskundigen auch immer ein paar von den oben genannten Idioten.

- Wenn die Regel tatsächlich etwas bewirken würde, dann müssten die meisten Lost places in einem erheblich besseren Zustand sein. Graffiti, zerschlagene Scheiben, eingetretene Türen und andere Verwüstungen sind jedoch an der Tagesordnung. Die Geheimhaltung bringt also ganz offenbar nichts.

B-9) Wann kommen endlich mal wieder Videos vom Thema XYZ? Dein Kanal war früher anders/besser!
Mehr lesen... Ich habe das Themengebiet für meine Videos ganz bewusst weit gefasst, wie der Kanaltitel schon sagt, geht es ganz allgemein um Outdoorvideos. Das kann etwas mit Bushcraft/Survival zu tun haben, mit Wandern, mit Klettern, mit Ausrüstung usw. usw. usw. Solange ich von den YouTube-Einnahmen nicht leben kann (und danach sieht es absolut nicht aus!), entscheide ich mich frei nach Lust und Laune und vorhandenen Ideen für ein beliebiges Thema. Das mag für denjenigen, der nur ein ganz bestimmtes Themenfeld sehen will, möglicherweise unbefriedigend sein, verspricht aber auch Abwechslung. Tatsächlich hat sich mein Kanal seit 2012 vom Thema Bushcraft/Survival stark in Richtung Bergtouren gewandelt. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass das dauerhaft so bleiben wird.

B-10) Warum machst du nicht 1-2 (Berg-)Videos pro Woche wie andere YouTuber?
Mehr lesen... Das ist ganz schnell erklärt:
- Masse heißt nicht zwangsläufig auch Klasse.
- Ich bin berufstätig, lebe nicht von YouTube und habe auch ein Privatleben. Meine Zeit ist daher leider sehr begrenzt, solange ein Tag nur 24 Stunden und eine Woche nur 7 Tage hat.
- Das gilt insbesondere für Bergvideos, da ich rund 500km von den Alpen entfernt wohne. Ich habe weder die Zeit noch das Geld, pro Woche Sprit für 2.000km durch den Auspuff zu jagen. Vom Umweltgedanken mal ganz zu schweigen.

B-11) Warum bleibst du nicht auf den Wegen, du schadest doch der Natur!
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  • Bei Wegegeboten (z.B. in Naturschutzgebieten) bleibe ich immer auf dem Weg
  • Nicht zu allen meinen Zielen führen offizielle Wege, viele Touren sind "weglos", wie es in der Literatur dazu heißt. Ein gutes Beispiel ist der Grat, der vom Friederspitz über das Kreuzspitzl bis zur Schellschlicht führt (siehe dieses Video). Es ist daher völlig normal und legitim, auch abseits der Wege zu gehen. Nach Möglichkeit achte ich aber selbst dabei darauf, wohin ich trete.
  • Bei allem Verständnis für diese Kritik, der ich grundsätzlich sogar zustimme, aber sie ist leider völlig unverhältnismäßig. Denn solange...
    • es völlig sinnlose und energievernichtende Fahrzeuge (PS-Riesen, SUVs, usw.) gibt
    • neue Skigebiete erschlossen werden
    • die Menschen zehntausende von Kilometern in den Urlaub fliegen
    • neue Lifte und Bahnen gebaut werden, die noch mehr Personen in die Berge bringen
    • immer mehr Flächen durch Häuser und Straßen versiegelt werden
    • die Politik die Umwelt nur dazu benutzt, um noch mehr Steuern einzutreiben
    • es Menschen gibt, die ihre Abfälle rücksichtslos in der Natur entsorgen
    • es Forstwirtschaft gibt (Wirtschaft = Profit = garantiert nicht das beste für die Natur)
    • jede Sekunde ein halbes Fußballfeld an Regenwald vernichtet wird
    • durch zügellosen Kapitalismus gnadenloser Raubbau an der Natur betrieben wird
    • [ diese Liste kann man schier endlos fortsetzen, das spare ich mir allerdings ]
    ...kommt es auf den einen umgeknickten Grashalm auf meinem Weg garantiert nicht an, sorry, aber das ist die schonungslose Wahrheit. Was nicht heißt, dass ich deswegen ein gewissenloser Umweltzerstörer wäre, ganz im Gegenteil. Wahrscheinlich bin ich ein viel größerer Naturschützer als diejenigen, die laut von sich selbst behaupten, dass sie es sind.